Kurzsichtigkeit (Myopie)


normalsichtiges Auge

kurzsichtiges Auge

Kurzsichtigkeit (Myopie) bedeutet, dass man in der Nähe gut sieht. Objekte in der Ferne werden unscharf wahrgenommen.  

Das kurzsichtige (myope) Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang. 

Die gebündelten Lichtstrahlen treffen nicht auf die Netzhaut. Der Fokuspunkt liegt in einer Ebene vor der Netzhaut. Dadurch entsteht ein unscharfes, verschwommenes Bild. Die Ursache für Kurzsichtigkeit ist bis heute nicht bekannt und immer wieder Grundlage für Studien. Eines aber ist sicher: Kurzsichtigkeit ist erblich. 

Ihr Augenarzt wird einige Sehtests mit und ohne Gläser-Korrektur vornehmen. Anschließend wird er Ihr Auge mithilfe eines speziellen Bio-Mikroskops (Spaltlampe) genau untersuchen. Vielleicht wird er Ihnen auch das medikamentöse Erweitern der Pupillen empfehlen. Bedingt durch das zunehmende Längenwachstum des Auges stellen Glaskörper- und Netzhauterkrankungen einen Risikofaktor dar. Daher ist es wichtig, die empfohlenen Kontrollbesuche gewissenhaft wahrzunehmen.

Zur Beurteilung, ob eine Laseroperation (refraktiv-chirurgischer Eingriff) in Frage kommt, wird die Messung der Hornhautoberfläche (Hornhauttopografie) sowie die Messung der Hornhaut-Dicke (Pachymetrie) empfohlen. Die Untersuchung ist zwingend, wenn man sich einem refraktiven Eingriff  (z. B. Augenlasern) unterziehen möchte.

Kurzsichtigkeit kann durch Brillengläser, Kontaktlinsen, Laseroperation oder Kunstlinse korrigiert werden.

Brillengläser und Kontaktlinsen werden im Minusbereich des Dioptriewert (dpt) immer höher (z. B.: - 6,75 dpt). Der Verlauf kann durch das Anwenden von Sehhilfen nicht verögert werden. Vielmehr wird das Auge unterstützt um das Sehen nicht zu verlernen. Laseroperationen können in vielen Fällen angewandt werden. Der Dioptriewert setzt hier aber Grenzen. Das Implantieren künstlicher Linsen stellt eine Option im Fall hoher Kurzsichtigkeit dar.