Stabsichtigkeit



Bei Hornhautverkrümmung entsteht auf der Netzhaut nicht ein einzelner, sondern zahlreiche Fokuspunkte.

Die Hornhautverkrümmung (Astigmatismus oder Stabsichtigkeit) wird häufig zusammen mit der Kurz- oder Weitsichtigkeit diagnostiziert. Weicht die Wölbung der Hornhaut von ihrer Kugelform ab, sehen wir die Bilder verzerrt. Ein Ausgleich lässt sich durch Brillengläser, Kontaktlinsen oder operative Eingriffe schaffen. Für Brillengläser oder Kontaktlinsen werden sogenannte Zylindergläser entsprechend der Hornhautform geschliffen. Die Höhe der Hornhautverkrümmung wird durch den zweiten Dioptriewert, die Lage der Hornhautverkrümmung durch eine Grad-Zahl angegeben (z. B. -1,00 -1,25 180°). Für einen Lasereingriff oder das Implantieren von sogenannten torischen Intraokular-linsen ist eine Vermessung der Hornhautoberfläche (Hornhauttopografie) Voraussetzung.