Operation des Grauen Stars (Katarakt-Operation)
Der Graue Star (Katarakt) ist eine allmähliche Trübung der Augenlinse. Genau genommen ist er keine Erkrankung, sondern eine natürliche Altersveränderung der Augenlinse. Die einzig wirksame Therapiemöglichkeit besteht in einem mikrochirurgischen Eingriff: Über einen nur wenige Millimeter breiten Zugang wird die natürliche, getrübte Linse minimal-invasiv entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Wenn keine weiteren Augenerkrankungen (z.B. Veränderungen der Netzhaut) vorliegen, kann die Sehschärfe durch diesen kleinen Eingriff meist deutlich verbessert werden.
Die Voruntersuchung
Um die Kunstlinse individuell berechnen und auswählen zu können, sind gründliche Voruntersuchungen notwendig. Hierzu empfehlen wir Ihnen neben der Basis-Voruntersuchung einige weitere Untersuchungen, die das OP-Ergebnis verbessern können. (Untersuchungen)
Zusätzlich wird Ihr Hausarzt gebeten, einen kurzen Bericht über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand anzufertigen. Mit Hilfe seiner Stellungnahme lässt sich beurteilen, ob etwas dagegen spricht, diesen Eingriff unter ambulanten Bedingungen vorzunehmen. In den meisten Fällen ist ein ambulanter Eingriff möglich.
Die Zentren der OberScharrer-Gruppe sind auf die Durchführung der Operation des Grauen Stars spezialisiert. Jährlich werden bei uns mehr als 15.000 dieser Eingriffe durchgeführt. Eine sorgfältige individuelle Voruntersuchung und eine persönliche Beratung sind für uns dabei ebenso wichtig, wie maximaler Komfort und Patienten-Service beim Eingriff und der darauffolgenden Nachbehandlung.
Wie alle anderen operativen Eingriffe bei der OberScharrer-Gruppe unterliegt auch das Vorgehen bei der Operation des Grauen Stars strengen Qualitäts-Richtlinien. Die Erfüllung dieser Qualitäts-Standards wird regelmäßig von neutralen Gutachtern überprüft und zertifiziert.
Mehr zum Qualitätsmanagement der OberScharrer-Gruppe erhalten Sie hier.
Operation zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten
Operation bei Grünem Star (Glaukom-Operation)
Sollte durch Augentropfen und/oder Lasereingriffe der Augeninnendruck bei einem bestehenden Grünen Star nicht ausreichend gesenkt werden können, kommt als Therapiealternative ein mikrochirurgischer Eingriff in Betracht. Bei der sogenannten Trabekulektomie oder Viskokanalostomie wird der Abfluss des Augeninnenwassers (Kammerwasser) so verbessert, dass der Augeninnendruck nachhaltig gesenkt werden kann.
In einigen Fällen ist ein Wiederansteigen des Augeninnendrucks zu beobachten. Dann kann ein erneuter mikrochirurgischer Eingriff notwendig werden.
In jedem Fall muss in der ersten Zeit nach der Operation der Augeninnendruck durch den betreuenden Augenarzt häufig kontrolliert werden. Ebenso müssen - wie in der Zeit vor der Operation - regelmäßige Kontrollen des Gesichtsfeldes stattfinden.
Operationen bei Bindehautveränderungen
Aufgrund von Verletzungen, Entzündungen oder gut- wie bösartigen Neubildungen kann ein operativer Eingriff an der Bindehaut notwendig werden. Hierbei werden meist unter ambulanten Bedingungen und nach lokaler Betäubung die bestehenden Veränderungen ausgeschnitten und die Bindehaut mit feinen Fäden vernäht.
Operationen bei Hornhauterkrankungen
Aufgrund angeborener Hornhauterkrankungen (so genannte Hornhaut-Dystrophien und Hornhaut-Degenerationen), aber auch durch Entzündungen oder Verletzungen des Auges kann es zu Hornhauttrübungen und Hornhautnarben kommen. Einige dieser Veränderungen können durch eine Phototherapeutische Keratektomie (PTK) behandelt werden. Nähere Informationen finden Sie hier.Bei Keratokonus, Keratektasie und Pellucider Hornhaut-Degeneration (Formen der krankhaften Auswölbung der Hornhaut) kann durch eine Hornhautvernetzung mit Riboflavin (Crosslinking) ein Voranschreiten der Erkrankung verhindert werden und so die Sehschärfe erhalten bleiben. Nähere Informationen finden Sie hier.
Bei schweren Hornhauterkrankungen kann eine Hornhauttransplantation notwendig werden. Hierbei werden – nach Art der Hornhautübertragung – verschiedene Verfahren unterschieden. In einer teils aufwendigen Operation, die nicht selten unter stationären Bedingungen durchgeführt werden muss, wird die krankhafte Hornhaut entfernt und durch eine Spenderhornhaut ersetzt. Diese wird mittels einer bestimmten Nahttechnik fixiert.
Nach einer Hornhauttransplantation sind regelmäßige Folgekontrollen sowie eine längerfristige Tropfengabe notwendig.
Netzhaut- und Glaskörper-Operationen
Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM)
Zahlreiche Erkrankungen der Netzhaut gehen mit Gefäßveränderungen bzw. Gefäßneubildungen der Netzhaut oder der unter der Netzhaut liegenden Aderhaut einher. Diese krankhaften Gefäßwucherungen können zahlreiche Komplikationen (wie z. B. Einblutungen in den Glaskörperraum oder Netzhautablösungen durch Zug) verursachen. Ebenfalls kann durch eine Schwellung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula-Ödem) die Sehschärfe teilweise erheblich beeinträchtigt werden.
Sehr häufig kommen diese pathologischen Gefäßveränderungen und –wucherungen bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), bei Veränderungen der Blutgefäße in Folge von Zuckerkrankheit (diabetische Retinopathie/ diabetische Makulopathie) sowie bei Gefäßverschlüssen (z. B. Thrombose der Netzhaut) oder bei Entzündungen des Augenhintergrundes vor.
Dank der modernen Pharmakologie ist es möglich, verschiedene Wirksubstanzen in das Augeninnere (Glaskörperraum) einzubringen. Hierbei wird unter streng sterilen Bedingungen und nach entsprechender Betäubung des Auges eine Injektion des entsprechenden Medikamentes vorgenommen.
Da die Wirkungsdauer durch den natürlichen Abbau des Medikamentes meist begrenzt ist, muss die Behandlung in der Regel wiederholt werden. Sehr häufig ist durch diese moderne mikrochirurgische Technik jedoch eine Stabilisierung, in einigen Fällen sogar eine Verbesserung der Sehschärfe zu erzielen.
Wie alle anderen operativen Eingriffe bei der OberScharrer-Gruppe unterliegt auch das Vorgehen bei IVOM strengen Qualitäts-Richtlinien. Die Erfüllung dieser Qualitäts-Standards wird regelmäßig von neutralen Gutachtern überprüft und zertifiziert.
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Pars-plana-Vitrektomie (ppV)
Bei einer Reihe von Erkrankungen der Netzhaut oder des Glaskörpers kann eine Pars-plana-Vitrektomie (ppV) notwendig werden. Durch eine mikrochirurgische Operationstechnik können der krankhaft veränderte Glaskörper entfernt oder pathologische Netzhautveränderungen behandelt werden.
Bei der so genannten 23 G-Vitrektomie werden nur noch Schnitte von 0,6 mm benötigt und extrem feine Instrumente verwendet. Dank dieser Technik verschließt und dichtet sich der mikrochirurgische Zugang in der Regel ohne eine Naht von selbst. Diese minimal-invasive Technik ist an unseren Zentren rasch zum neuen Gold-Standard geworden, bei der Behandlung von einfacheren Glaskörpertrübungen über Membranbildungen im Bereich der Macula bis hin zu schwierigen Krankheitsbildern wie z. B. komplizierten diabetischen Netzhauterkrankungen oder Netzhautablösungen.
Operation bei Lidveränderungen
An den Augenlidern können gut- oder bösartige Neubildungen, Fehlstellungen der Lidkante mit Einwärts- oder Auswärtsrollen (Entropium/Ektropium) oder Augenlidsenkungen (Ptosis) vorkommen. Derartige Veränderungen können durch einen in der Regel ambulant stattfindenden Eingriff korrigiert und verbessert werden. Das Ziel jeder lidchirurgischen Maßnahme besteht einerseits darin, Erkrankungen am Lid zu therapieren und andererseits einen kosmetisch ansprechenden Zustand herzustellen.
Ästhetische Operationen
Lidstraffung (Blepharoplastik)
Offene und strahlende Augen sind ein Signal für Frische und Jugendlichkeit. Durch den natürlichen Alterungsprozess können Schlupflider oder Tränensäcke entstehen. Diese verleihen dem Gesicht oft den Eindruck von Müdigkeit und Erschöpfung. Bei einer mikrochirurgischen Lidstraffung werden überschüssige Haut- und Fettpölsterchen im Bereich der Augenpartie entfernt. Durch die Straffung des Gewebes erhalten die Augen einen strahlenden, frischen Ausdruck.
Botox-Behandlungen
Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer verstärkten Faltenbildung der Haut. Besonders Stirn- und Zornesfalten sowie Krähenfüße werden als störend empfunden. Sie entstehen durch eine Verspannung der Muskeln an diesen Stellen. Hier setzt die Behandlung mit Botox an: Durch eine gezielte Hemmung bestimmter Gesichtsmuskeln kommt es zu einer sanften Entspannung des behandelten Areals. Durch den natürlichen Abbau des Medikamentes ist der Therapieerfolg jedoch zeitlich begrenzt: Meist hält der Effekt ca. 3 bis 7 Monate an. Nach dieser Zeit kann der Eingriff für einen optimalen Therapieerfolg wiederholt werden.
Zur Behandlung werden mehrere kleine Einspritzungen des Medikaments unter die Haut, im Bereich der Falten vorgenommen. Nach den Injektionen wird die Haut für ca. 10 Minuten gekühlt. Danach sind die Einstichstellen nicht mehr erkennbar. Die ersten Erfolge der Behandlung zeigen sich nach etwa 3 Tagen. Nach rund zwei Wochen ist die Wirkung voll erreicht.
Bei fachgerechter Injektion sind praktisch keine Nebenwirkungen der Botox-Behandlung bekannt.
Schieloperationen
Schieloperationen sind nicht nur ein „Schönheitsfehler“. Häufig kann nur durch eine entsprechende Operation der Augenmuskeln ein ausreichendes räumliches Sehen erreicht werden. Dies gilt insbesondere für Kinder, um bei ihnen das Auftreten einer nicht rückgängig zu machenden Sehschwäche (Amblyopie) zu verhindern.
Bei der Schieloperation kann eine Muskelstärkung durch eine Muskelverkürzung und Vorlagerung des Muskelansatzes und eine Muskelschwächung durch eine Muskelfaserreduktion oder eine Rücklagerung des Ansatzes erzielt werden.
Bei Kindern findet die Operation in Narkose statt, bei Erwachsenen in der Regel in lokaler Betäubung. Für den Erfolg der Operation sind regelmäßige Nachkontrollen sowie ggf. weitere Folge-Eingriff notwendig.
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